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Göttingische
Der erste
Band,
Göttingen ,
gedruckt bey Johann Christian Dieterich.


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Göttingische
Anzeigen
von
gelehrten Sachen
unter
der Aufsicht
der Königl. Gesellschaft der Wissenschaften.
Der erste
Band,
auf das Jahr 1783 .
gedruckt bey Johann Christian Dieterich.

[486]
Leipzig .
Der schon durch andre gelehrte Arbeiten um
die Arzneykunde verdienteHr.
Dr. Joh.Christ.
Traug. Schlegel in Langensalza, hat seit zweyen
Jahren im Schneiderschen Verlag, eine medicini-
sche Litteratur für practische Aerzte herausge-
geben, wovon wir den fünften Theil vor uns ha-
ben, der 263 Seiten in Octav
stark ist. Er ent-
hält ausser den verzeichneten Dissertationen etc. die
Anzeigen von 44 medicinischen Schriften und Ue-
bersetzungen, die neuerlich inDeutschland heraus-
gekommen; denn sich auf die ausländische Littera-
tur auszudehnen, wird der V. wie er in der Vor-
rede sagt, durch die Entfernung von grossen Bi-
bliotheken behindert. Meist liefert er Auszüge, die
theils sehr umständlich abgefaßt sind, aber durch-
gehends von den Einsichten und der Bescheidenheit,
und bey einigen wenigen Büchern fast von einer all-
zu grossen Nachsicht ihres Verf. zeugen. Auch die
letztere würden wir vielleicht in jedem Journal ir-
gend eines andern Fachs der Gelehrsamkeit sehr
rühmlich finden: in einem medicinischen aber, könnte
sie unerfahrne, noch nicht recht taktfeste Leser zum
Vertrauen auf unzuverlässige Schriften verführen,
und dadurch für die Menschheit gefährlich werden.
die Arzneykunde verdiente
Traug. Schlegel in Langensalza, hat seit zweyen
Jahren im Schneiderschen Verlag, eine medicini-
sche Litteratur für practische Aerzte herausge-
geben, wovon wir den fünften Theil vor uns ha-
ben, der 263 Seiten in Octav
hält ausser den verzeichneten Dissertationen etc. die
Anzeigen von 44 medicinischen Schriften und Ue-
bersetzungen, die neuerlich in
gekommen; denn sich auf die ausländische Littera-
tur auszudehnen, wird der V. wie er in der Vor-
rede sagt, durch die Entfernung von grossen Bi-
bliotheken behindert. Meist liefert er Auszüge, die
theils sehr umständlich abgefaßt sind, aber durch-
gehends von den Einsichten und der Bescheidenheit,
und bey einigen wenigen Büchern fast von einer all-
zu grossen Nachsicht ihres Verf. zeugen. Auch die
letztere würden wir vielleicht in jedem Journal ir-
gend eines andern Fachs der Gelehrsamkeit sehr
rühmlich finden: in einem medicinischen aber, könnte
sie unerfahrne, noch nicht recht taktfeste Leser zum
Vertrauen auf unzuverlässige Schriften verführen,
und dadurch für die Menschheit gefährlich werden.

Digitalisat/3