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Göttingische
Anzeigen
von

gelehrten Sachen
unter der Aufsicht
der Königl. Gesellschaft der Wissenschaften.

Der zweyte Band,
auf das Jahr 1795.

Göttingen,
gedruckt bey Johann Christian Dieterich.
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[1690]

Halle.

Hier hat Hr. Dr. und Prof. Forster von der
Indischen Zoologie, die er vor 14 Jahren, mit
den nach dem Leben ausgemalten Englischen Origi-
naltafeln, herausgegeben, eine zweyte sehr ver-
mehrte Auflage besorgt, die bey J.Jac. Gebauer
in Folio erschienen
, und sich durch die wichtigsten
Zusätze und Vermehrungen nicht nur von jener, son-
dern auch von der A. 1790 in London edirten Quart-
ausgabe mit theils verkleinerten Nachstichen
, gar
sehr auszeichnet. Besonders ist die, der gedachten
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[1691]
Englischen Ausgabe beygefügte Fauna Indica der bey-
den bekannten Naturforscher, Latham und Davies,
von Hrn. Dr. F. in dieser neuen Auflage mit ausneh-
mendem Fleiß und Genauigkeit gar sehr verbessert,
und zugleich so stark vermehrt, daß er z. B. 572
Gattungen (Species ) von Indischen Vögeln, und
251 von dasigen Fischen verzeichnet, da die Engli-
schen Zoologen von jenen nur 479, und von diesen
nicht mehr als 130 zusammengebracht. – Die
Säugethiere sind mit einigen Abänderungen nach
dem Blumenbachschen System geordnet. So auch
die Vögel. Die Insecten aber nach dem Fabricischen.
Der Vorzug, den sonst bey dergleichen Kupfer-
werken die ältern Ausgaben vor den spätern haben,
daß nämlich die Platten noch nicht abgenutzt, folg-
lich die Abdrücke schärfer sind, fällt bey diesem weg.
Denn auch diese neue, so sehr bereicherte Ausgabe
hat die nämlichen, in England selbst abgezogenen
und ausgemalten Originalabdrücke, wie die erste:
die (wir begreifen nicht, warum?) unter unsern
Deutschen Naturforschern und Liebhabern lange nicht
so in allgemeinen Umlauf gekommen ist, als sie es
verdient hätte; da Kenner sowohl als Dilettanten,
beydes in der Naturgeschichte und Naturbeschrei-
bung
(nach Hrn. Kant’s Unterscheidung) in weni-
gen Büchern der Art so mannigfaltige Belehrung
finden werden, als in diesem; wovon nun die neue
Ausgabe 1) Hrn. Dr. Forster’s wichtige Abhand-
lung über den Umfang und das Clima von Indien;
dann 2) die Erläuterung der 15 prachtvollen aus-
gemalten Kupfertafeln; ferner 3) des Hrn. Doctor
Geschichte der Paradisvögel und des Phönix der
Alten; und endlich 4) die gedachtermaßen so aus-
nehmend vermehrte und vervollständigte Uebersicht
von ein paar tausend bis jetzt bekannt gewordenen
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[1692]
Thieren in jenen (– aus so vielfacher Rücksicht so
äusserst interessanten –) Indischen Weltgegenden
enthält; deren nähere Untersuchung gewiß einem
jeden kundigen und nachdenkenden Leser reichen Stoff
zu vielfachen wichtigen Betrachtungen liefern muß.
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Digitalisat/5