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Magazin
herausgegeben
Nürnberg ,
bey Valentin Bischoff.

II.


Blumenbachsmediz.Biblioth.

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Magazin
für
Apotheker,
Chemisten und
Materialisten,
herausgegeben
von
Johann Kaspar Philipp
Elwert.
Erstes Stük.
bey Valentin Bischoff.

[[I]]

[6]
II.
Beitrag zur Materia medika von einer neuen
Art
Drachenblut
von
Herrn Professor
Blumenbach.
Diese neue Art von Drachenblut
ist aus der Botany Bay
an der Ostküste vonNeuholland , wo sie Kapitän Cook mit
Ritter Banks und Dr. Solander imMai 1770
gefunden
hat.1)
an der Ostküste von
Ritter Banks und Dr. Solander im
hat.1)
Herr Professor
Blumenbach hat sie mit vier andern
Sorten von Drachenblut2)
Sorten von Drachenblut2)
2)
die im akademischen
MuseumBekanntlich geben ausser dem Calam. Rotang ,Dracaena Draco
und Pterocarpus Draco noch mehrere Gewächse der heissen Zo-
nen, zumal Bäume mit rothem Holz, Drachenblut s.Linné
Suppl.plantar.System.vegetab. p. 317 u. 319. und Hawkes-
worth a. a. O. S. 520. u. f.
und Pterocarpus Draco noch mehrere Gewächse der heissen Zo-
nen, zumal Bäume mit rothem Holz, Drachenblut s.
Suppl.plantar.System.vegetab. p. 317 u. 319.
worth a. a. O. S. 520. u. f.

[7]
in Göttingen befindlich sind,
verglichen, und sie ist, dem äus-
sern Anscheine nach, unter allen die feinste; schwarz, auf den
frischen Bruche, glänzend, und in den Rissen brennend gra-
natroth, aber gepülvert wird sie leber- oder zimmt-farben.
Am Lichte schmilzt sie wenig, sondern brennt gleich zu einer
bläserigen Kohle. Im Weingeist wird sie gröstentheils auf-
gelößt, und färbt ihn ganz granatroth. Im Wasser lößt
sich wenig davon auf, das davon trübe und hochfarben wird.
sern Anscheine nach, unter allen die feinste; schwarz, auf den
frischen Bruche, glänzend, und in den Rissen brennend gra-
natroth, aber gepülvert wird sie leber- oder zimmt-farben.
Am Lichte schmilzt sie wenig, sondern brennt gleich zu einer
bläserigen Kohle. Im Weingeist wird sie gröstentheils auf-
gelößt, und färbt ihn ganz granatroth. Im Wasser lößt
sich wenig davon auf, das davon trübe und hochfarben wird.
Der Baum, aus welchen sie schwizt hat die Grösse und
das Ansehen einer Eiche, und ein schweres hartes Holz von
dunkler Farbe, wie Lignum vitae . In verschiedenen die-
ser Bäume, fanden die gedachten berühmten Reisenden Spros-
sen oder Tritte – etwa 3 Fuß hoch von einander einge-
schnitten.
das Ansehen einer Eiche, und ein schweres hartes Holz von
dunkler Farbe, wie Lignum vitae . In verschiedenen die-
ser Bäume, fanden die gedachten berühmten Reisenden Spros-
sen oder Tritte – etwa 3 Fuß hoch von einander einge-
schnitten.
Dies stimmt mit Abel
Tasmans3)
Erzählung über-
ein, der imDezemb.
1642 in der Friedrich
Heinrichs-Bucht
ebenfalls dergleichen Drachenblut an Bäumen mit Einschnit-
ten wie Staffeln fand, die etwa 5 Faden hoch von einander
geschnitten waren. Die Stämme dieser Bäume waren al-
lein bis an die Aeste über 60 Fuß hoch und hielten wohl
2 1/2 Faden im Umfang.
ein, der im
ebenfalls dergleichen Drachenblut an Bäumen mit Einschnit-
ten wie Staffeln fand, die etwa 5 Faden hoch von einander
geschnitten waren. Die Stämme dieser Bäume waren al-
lein bis an die Aeste über 60 Fuß hoch und hielten wohl
2 1/2 Faden im Umfang.
Und eben solche Drachenblutbäume mit Einschnitten
fand auch im Jahr1696 Wilhelm de Vlaming4) in
einer
dritten Gegend von Neuholland, nemlich in der von ihm
sogenannten Wilsens Bucht.
fand auch im Jahr
dritten Gegend von Neuholland, nemlich in der von ihm
sogenannten Wilsens Bucht.

[8]
Die Absicht der eingeschnittenen Staffeln hat keiner die-
ser Reisenden mit Zuverlässigkeit erfahren können. Aber so
viel scheint gewiß, daß die Neuholländer das Drachenblut
sammeln und benutzen, wenigstens zu ihren Geräthen. Denn
der Bürgermeister Witsen5) beschreibt sehr genau eine stei-
nerne Axt mit einem hölzernen Stiel, die von den Hollän-
dern in Jahr1658 an der
Westküste von Neuholland
und
ganz damit überzogen und gleichsam lakiert war.
ser Reisenden mit Zuverlässigkeit erfahren können. Aber so
viel scheint gewiß, daß die Neuholländer das Drachenblut
sammeln und benutzen, wenigstens zu ihren Geräthen. Denn
der Bürgermeister Witsen5) beschreibt sehr genau eine stei-
nerne Axt mit einem hölzernen Stiel, die von den Hollän-
dern in Jahr
ganz damit überzogen und gleichsam lakiert war.
Digitalisat/5