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Magazin
herausgegeben
Weimar ,
im Verlag des Industrie-Comptoirs
1800 .


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Magazin
für den neuesten
Zustand
der
Naturkunde
mit
Rücksicht auf die dazu gehörigen
Hülfswissenschaften
herausgegeben
von
Johann
Heinrich Voigt,
D.W.D.H.S.Weimar. Hofrath, Professor der
Mathematik zu Jena und verschiedener gel.Ges.
Mitglied.
Zweyter Band.
Mit drey Kupfertafeln.
im Verlag des Industrie-Comptoirs

[21]
2) Ueber den grauen Amber.
Aus eben diesem Briefe.
Es ist jetzt kaum noch einem Zweifel unter-
worfen, daß der graue Amber der verhärtete Koth
worfen, daß der graue Amber der verhärtete Koth

[22]
des Caschelots sey. Auch
unsre Südsee-Wall-
fischfänger haben ihn häufig im Darmkanale jener
Cetaceen gefunden, und unterlassen nie, wenn sie
einen magern und schwächlichen Pottfisch harpu-
nirt haben, darnach zu suchen. Es scheint nem-
lich, daß der im gesunden Zustande des Thiers fast
flüssige Auswurf durch eine Art von Verstopfung
zu Amber verhärtet; daher man ihn nur in kran-
ken abgemergelten findet. Je weicher er ist, de-
sto weniger ist er werth. Ja mir scheints nach
dem, was ich davon erfahren, daß der festeste
kostbarste Amber sich bloß bey denen findet, die an
der dadurch verursachten Krankheit gestorben sind.
Doch gebe ich letzteres nur noch für eine Vermu-
thung. Aber ausgemacht ist, daß man sowohl im
Amber als im weichen Koth der Pottfische häu-
figst die hornichten Schnäbel der Sepien antrifft,
von welchen sie sich bekanntlich nähren.
fischfänger haben ihn häufig im Darmkanale jener
Cetaceen gefunden, und unterlassen nie, wenn sie
einen magern und schwächlichen Pottfisch harpu-
nirt haben, darnach zu suchen. Es scheint nem-
lich, daß der im gesunden Zustande des Thiers fast
flüssige Auswurf durch eine Art von Verstopfung
zu Amber verhärtet; daher man ihn nur in kran-
ken abgemergelten findet. Je weicher er ist, de-
sto weniger ist er werth. Ja mir scheints nach
dem, was ich davon erfahren, daß der festeste
kostbarste Amber sich bloß bey denen findet, die an
der dadurch verursachten Krankheit gestorben sind.
Doch gebe ich letzteres nur noch für eine Vermu-
thung. Aber ausgemacht ist, daß man sowohl im
Amber als im weichen Koth der Pottfische häu-
figst die hornichten Schnäbel der Sepien antrifft,
von welchen sie sich bekanntlich nähren.
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Digitalisat/3